Tee ist längt ein Kultgetränk und braucht sich hinter dem heiß geliebten Kaffee nicht mehr zu verstecken. Darüber haben wir in unserem Blogartikel "Ein Getränk mit Trendfaktor: Tee ist der neue Kaffee" geschrieben. Doch es kursieren viele Halbwahrheiten und Mythen rund um den Tee, mit denen wir heute einmal aufräumen möchten!

 

Mythos 1: Tee enthält kein Koffein

Ja aber natürlich enthält Tee Koffein! Und zwar gewinnt man dieses aus dem Teestrauch (Camellia sinensis) und seinen Unterarten, neben vielen anderen Inhaltsstoffen. Aus diesem Grund enthält jede Teesorte, die von diesem Strauch abstammt, wie Schwarzer, Weißer, Grüner und Gelber Tee oder Oolong, auch Koffein.

Das in Tee enthaltene Koffein wird häufig als Tein bezeichnet. Tein und Koffein sind aus chemischer Sicht völlig identisch, doch in ihrer Wirkung sind sie etwas unterschiedlich. Denn anders als Koffein ist Tein an verschiedene Stoffe wie Gerbstoffe gebunden.

 

Mythos 2:  Drei-Minuten-Tee macht wach, Fünf-Minuten-Tee müde

Jein. Die Stärke eines Tees wird vor allem von zwei Stoffen bestimmt: Koffein und Gerbstoffen. Es kommt ganz auf die Teesorte an, wie viel Koffein beim Überbrühen in der Ziehzeit gelöst wird. So wird zum Beispiel beim dunklen Schwarztee Assam Koffein schneller gelöst als beim feinen Darjeeling. Das kommt unter anderem daher, dass Assam-Tee viel später geerntet und anschließend sehr lange fermentiert wird.

Je länger die Ziehzeit vom Tee, desto mehr Gerbstoffe lösen sich aus dem Blatt in den Aufguss. Diese Stoffe sollen beruhigend wirken, lassen den Tee aber bitter schmecken. Sie sollten also Schwarz- und Grüntee nicht zu lange ziehen lassen, ansonsten wird er zu bitter und ist dann kein Genuss mehr. Allerdings gibt es hier einen Trick, den verrate ich Ihnen bei Mythos vier.

Es hängt also von der Teesorte ab, wie lange genau Sie den Tee ziehen lassen sollten.

 

Mythos 3: Tee wird niemals schlecht

Auch hier: Jein. Prinzipiell ist Tee ein Lebensmittel, das sehr lange haltbar ist und auch abgelaufen noch bedenkenlos genießbar ist. Denn auch mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehene Tees werden im eigentlichen Sinne nicht schlecht, sie verlieren höchstens etwas von ihrem Aroma. Die einzige Ausnahme: Ist der Tee erst einmal feucht geworden und insbesondere, wenn sich Schimmel gebildet hat, muss er sofort entsorgt werden. Außerdem sollte Tee nicht unbedingt länger als ein halbes Jahr gelagert werden.

 

So lagern Sie Tee richtig

Damit Sie Ihren Tee solange wie möglich genießen können, brauchen Sie nur ein paar Dinge zu beachten:

  • Lagern Sie Tee möglichst trocken, denn durch Feuchtigkeit kann Schimmel entstehen.
  • Lagern Sie Tee an einem dunklen und kühlen Ort, da ihm Licht schadet.
  • Lagern Sie Tee luftdicht verpackt, damit er sein Aroma behält.

Hierfür sind Dosen aus Keramik oder Metall bestens geeignet. Tee nimmt Gerüche auf und speichert sie, das kann in solchen Dosen nicht passieren.

 

Mythos 4: Der englische Teatime-Tee muss nur kurz ziehen

Weit gefehlt! Der Schwarze Tee, den man zur beliebten englischen Teatime serviert, meist Ceylon Assam oder Darjeeling, wird einfach in einer Kanne mit kochendem Wasser aufgegossen und zieht so lange er will. Die Teeblätter bleiben bis zum letzten Schluck in der Kanne. Da der Tee somit immer stärker und bitterer wird, wie bereits im Mythus zwei beschrieben, gießt man immer wieder heißes Wasser aus einer Extrakanne nach. So kann man den Tee bis zum Schluss genießen. Enjoy your Teatime!

 

Mythos 5: Milch im Tee macht ihn weniger gesund

Viele Teeliebhaber schwören auf einen Schuss Milch in ihrem Tee, meist in Grünem, Schwarzem oder Chai Tee. In vielen Tee-Kulturen ist die Zugabe von Milch gang und gäbe, egal ob Kuhmilch oder Alternativen wie Soja-, Mandel- oder Vanillemilch. Sie erzeugt unglaublich viele zusätzliche Geschmacksnuancen. Dennoch verzichten bei uns einige auf die Milch in ihrem Tee allein aus der Angst, dass sie die gesundheitliche Wirkung des Tees reduziert.

Hierdrauf konnten wir keine eindeutige Antwort finden, tatsächlich scheiden sich bei diesem Mythos die Geister: Die einen Studien loben die scheinbar gute Wirkung von Milch im Tee und ermutigen alle Liebhaber hiervon.

Ich meine: Gerade weil hier Uneinigkeit herrscht, trinken Sie doch Ihren Tee einfach so, wie er Ihnen am besten schmeckt!

 

Mythos 6: Tee ist nur zum Trinken da.

Ja natürlich, aber das ist keineswegs die einzige Möglichkeit, Tee zu genießen! Tatsächlich hält Tee in der Küche immer mehr Einzug, nicht nur zum Trinken: Immer mehr Köche setzen (hochwertigen) Tee wie Kräuter ein. Auch viele Cocktail-Kreationen mit Tee wurden mittlerweile kreiert, schauen Sie einfach mal auf Chefkoch nach, Sie werden staunen.   

 

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Quellen:
DiePresse.com
Highfoodality.de
Geo.de
Mindeshaltbarkeitsdatum.de
Spiegel.de
Tea2be.de
Tee-magazin.de

Bildquelle: istock.com | NataBene