Auf dem Weg zum Fertighaus gibt es einen ganz entscheidenden Schritt: die sogenannte Bemusterung. Das ist der große Tag, an dem man all´ das im Detail festlegt, was genau drin und dran sein soll am neuen Eigenheim. Damit der Tag der tausend Entscheidungen zum Erfolg wird, haben wir sieben ultimative Tipps für Sie…

Diese Bemusterung ist eine Besonderheit des Fertighausbaus. Die Haushersteller haben Bemusterungszentren, auch genannt Ausstattungszentrum oder so ähnlich, in denen sie alles zeigen, was in und an so einem Musterhaus verbaut wird. Und wie der Name schon sagt, gibt es dort tausende echte Muster 1:1 zu sehen; also Balkongeländer, Briefkästen, Haustüren, Fliesen, Badewannen usw.

 

Formen und Farben

Bei der Bemusterung gilt es, alles festzulegen: von der Art, Form und Farbe des Außenputzes über die der Dachziegel, der Fensterrahmen, der Haus- und Innentüren, der Wand- und Bodenbeläge, der Treppe, der Lichtschalter, der Einbaustrahler bis hin zu den Sanitärobjekten. Ein echtes Mammutprogramm.

 

Eine gute Vorbereitung ist alles

An einem einzigen Termin an einem Ort alles aussuchen und festlegen zu können, erspart Ihnen jede Menge Aufwand und Zeit. Bei einem kleinen, einfacher ausgestatteten Haus reicht oft ein Tag aus, für ein großes, schlüsselfertiges Eigenheim kann sich die Bemusterung auch mal über zwei Tage erstrecken. So oder so müssen Sie natürlich schon ein wenig Entscheidungsfreude an den Tag legen. Das fällt umso leichter, je besser man auf den Bemusterungstermin vorbereitet ist. Hier also unsere Tipps.

 

Tipp 1: Vorher überlegen

Machen Sie sich also so früh wie möglich Gedanken darüber, in welche Richtung es bei der Gestaltung und Ausstattung Ihres neuen Eigenheims gehen soll. Stehen Sie auf kräftige Farben oder eher dezentes Weiß und Grau? Soll das Haus modern-puristisch oder eher dekorativ-verspielt werden? Welche Dinge sind Ihnen absolut wichtig und wo sehen Sie eher Kompromissfelder? Also sammeln Sie Prospekte, holen Sie sich am Kiosk Bau- und Wohnzeitschriften und stöbern Sie im Netz. Was gefällt kommt in einen Ordner oder die berühmte Sammel-Schuhschachtel. Auch in Neubaugebieten findet man jede Menge Inspiration. Fotografieren Sie, was Ihnen besonders gefällt.

 

Tipp 2: Vorbemusterung

Wie oben beschrieben, haben die Fertighausfirmen eigene Bemusterungszentren. Gehen Sie vor – am besten eine ganze Weile vorher – in das Bemusterungszentrum Ihres Baupartners. Bei Bien-Zenker beispielsweise bekommt man als Bauinteressent oder Kunde auf Wunsch dafür eigens einen Termin vor Ort. Schnappen Sie sich „Ihren“ Fachberater nehmen Sie alles genau unter die Lupe – und stellen Sie alle Fragen, die Sie bewegen. Welche Marken und Produkte werden im Standard angeboten, wo kann man unter verschiedenen Ausstattungen auswählen und welche „Extras“ sind möglich?

 

Tipp 3: Dokumentieren

Bei dieser Art Vorbemusterung sollten Sie alles dokumentieren. Schreiben Sie sich die Produktbezeichnungen auf und fotografieren Sie die einzelnen Ausstattungsmuster. Denn es sind wie gesagt so viele Einzelposten, dass man sich schwerlich alle im Detail merken kann.

 

Tipp 4: Hausaufgaben

Vor der eigentlichen Bemusterung sollten Sie noch ein paar Hausaufgaben erledigen. Falls es bei der Vorbemusterung für Sie noch mehr oder weniger gleichwertige Alternativen gab, sollten Sie sich bis zum Bemusterungstermin festgelegt haben. Studieren Sie im Vorfeld auch die Bau- und Leistungsbeschreibung für Ihr Haus. Denn hier stehen auch viele Dinge zur Ausstattung. So können Sie das Angebot nochmals mit Ihren Wünschen abgleichen.

 

Tipp 5: Elektro-Planung vorbereiten

Ein besonders wichtiger Punkt für die Bemusterung – und das spätere Leben in Ihrem Haus – ist das Thema Elektro. Gemeint sind hier nicht die Rohinstallationen, sondern die Zahl der Lampenauslässe, Steckdosen, Schalter und Sonderdosen zum Beispiel für LAN-Anschlüsse, Telefon und  TV. Zeichnen Sie sich in Ihre Baupläne en detail ein, wo genau Sie wie viele Schalter, Dosen & Co. haben möchten. Das macht das Ganze einfach.

 

Tipp 6: Küchenplanung vorbereiten

Das gilt mindestens genauso für die Küchenplanung. Falls Sie die Küche bei Ihrer Fertighausfirma mitkaufen möchten, sollten Sie auch bereits im Vorfeld der Bemusterung ganz genau skizzieren, wie diese aussehen und ausgestattet sein soll. Auch damit spart man richtig Zeit. 

 

Tipp 7: Protokoll

Achten Sie während der Bemusterung mit darauf, dass ein absolut lückenloses schriftliches Bemusterungsprotokoll erstellt wird. Das gibt beiden Seiten Sicherheit und garantiert Ihnen, dass Sie ihr Haus ganz genau so bekommen, wie Sie es wollen. Auch wenn´s dann vielleicht etwas schwer fällt, gehen sie es ein letztes Mal aufmerksam Punkt für Punkt durch, haken Sie bei Bedarf nochmals beim Berater nach – und unterschreiben Sie es dann mit dem guten Gefühl, alles richtig gemacht zu haben!