Leonie Schäfer, Meike Pevestorf, Aisha Valuala und Simon Schöppner sind mit Feuereifer dabei: Hier wird auf den halben Millimeter genau ausgemessen, dort wird mit spitzen Fingern und äußerstem Feingefühl geleimt. Die Jungs und Mädels bauen ein Musterhaus als Modell. Es soll dem echten Gebäude exakt gleichen und zu dessen offizieller Eröffnung fertig sein. Wir haben uns mal nach dem Zwischenstand erkundigt - und sind begeistert!



Zusatzprojekt für Azubis

Normalerweise plant Architekt Heiko Müller neue Bien-Zenker Musterhäuser, und Kollege Matthias Kauck beschäftigt sich als Leiter der Produktentwicklung mit eigenen Neuheiten oder Innovationen in der Hausbaubranche. Derzeit bringen sich die beiden mit einem zusätzlichen Projekt ein, das über ihre übliche Arbeit hinausgeht. Denn gemeinsam betreuen sie das Azubi-Projekt „Modellbau“.



Spaß und Spannung

„Ich dachte, es wäre doch cool, wenn unsere Azubis ´mal ein Hausmodell bauen“, erzählt Kauck. Dabei dachte er an die angehenden BauzeichnerInnen in der Firma, für die das Ganze gleichermaßen lehrreich wie interessant und motivierend sein sollte. Das ist schon mal definitiv gelungen. Leonie Schäfer nämlich macht der Modellbau sichtlich Spaß und sie findet es „sehr spannend“, wie das Innenleben einer Holzverbundwand aufgebaut ist.




Der Maßstab stimmt

Damit ist eigentlich bereits gesagt, worum genau es hier geht. Das Modell ist nicht irgendein Haus, das irgendwie zusammengebastelt wird. Nein, es hat im Bien-Zenker Musterhaus Dresden ein konkretes Vorbild und wird exakt nachgebaut. Im Maßstab 1 : 25, das heißt, zehn Meter in der Realität entsprechen 40 Zentimetern beim Modell.





Jedes Hölzchen stimmt

Alle sogenannten Wandstile sowie die im Fachjargon als Ober- und Untergurte oder auch Fenster-Auswechslung bezeichneten Holzelemente werden von den Azubis Stück für Stück im Kleinen nachgebildet und als detailgetreue Konstruktion erstellt. „Eine sehr filigrane Arbeit“, betont ein Azubi, der eben zwei Hölzchen miteinander verleimt.



Konstruktionsmodell en detail

Damit der Lerneffekt hoch ist – und auch andere mehr von dem Projekt profitieren können – gibt es doch eine gravierende Abwandlung des realen Musterhauses in Dresden. So wird nur ein Teil des Modells samt Innenverkleidung und Putzfassade fertiggestellt. Der Rest bleibt im Rohbaustadium. So kann man dauerhaft den genauen Aufbau samt Materialmix einzelner Wand-, Decken- und Dachelemente sehen.



„Auf sehr gutem Weg“

Derzeit ist das Modellhauses bereits zu einem Gutteil fertiggestellt, und das Zwischenfazit der Projektbetreuer fällt sehr positiv aus. „Ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg,“ urteilt Matthias Kauck und formuliert gleich das Ziel Nummer Eins: „Nach dem Beginn der Planungen Anfang März stand am 10. April die erste Wand, und Ende August soll das Modell fertig sein.“ Rechtzeitig für die Präsentation zur Eröffnung des Musterhauses eben.



Dimension Modellbau

Schon heute können wir etwas verraten, das zukünftige Bien-Zenker Auszubildende für den Beruf des Bauzeichners freuen dürfte. Es gibt bei den Verantwortlichen den Plan, dass diese Azubis jeweils einmal ein Modell bauen, als fester Teil der Ausbildung. Das wäre dann eine echte Bereicherung innerhalb der zwei- und dreidimensionalen Zeichenausbildung.