Wenn ich mich morgens aus dem Bett quäle, schlecht gelaunt zur Arbeit fahre, lustlos am Schreibtisch sitze und abends nur noch antrieblos zuhause sitze, weiß ich: Es ist Herbst. Die trüben Tage schlagen mir aufs Gemüt, und nachdem das nächste Regentief ein weiteres Stimmungstief bei mir auslöst, sinkt meine Stimmung Richtung Winter mit den Temperaturen auf den Nullpunkt. Hey Leute! Es gibt doch auch andere Menschen. Leute, die lachend durch Pfützen springen, auf das schlechte Wetter pfeifen und sich bei Tee und Kerzenschein am Abend pudelwohl fühlen. Wir möchten, dass es Ihnen gut geht! Hier unsere ultimativen Tipps gegen Herbstblues und Winterdepression. Selbst getestet!

 

Anti-Herbstblues-Erfahrungen

Also wenn ich ehrlich bin, hat mich der Herbstblues bisher noch nicht gepackt. Aber so, wie eingangs geschildert, stelle ich mir das ungefähr vor. Also habe ich mal gegoogelt… Dabei stieß ich immer wieder auf dieselben Listen der Anzeichen für ein herbstliches Stimmungstief, und meist waren es auch die gleichen oder ähnlichen Tipps, wie man sich davor schützen kann. Und wissen Sie was? Ich habe es einfach mal selbst ausprobiert…

 

Tipp 1: Belebende Wechselduschen

Brrrr. War das kalt. Raus aus dem warmen Bett und statt einer heißen Dusche der Wechsel von warm und kalt. Warm, kalt, warm, kalt. Das haut echt rein. „Der Wechsel von warm zu kalt macht wach, fit und glücklicher“, habe ich hier gelesen. Okay, fit fühle ich mich danach wirklich. Aber so richtig glücklich? Vielleicht kommt das ja noch bei täglicher Anwendung.

 

Tipp 2: Gesunde Ernährung

Ab an den Frühstückstisch! Statt Salamibrötchen gibt es ein Dinkel-Schrotbrot (gestern Abend extra noch gekauft) mit Frischkäse und Radieschen. Zum Runterspülen neben dem obligatorischen Kaffee noch ein Glas Orangensaft. Etwas Rührei noch, dazu Gurkenscheiben und Tomaten. Gar – nicht – so – schlecht! Herbstblues ade.

 

Tipp 3: Gute Musik

Während ich ins Büro fahre, höre ich ein paar alte Sachen von „Jethro Tull“ und „Runrig“. Songs, die man im Radio kaum hört, die aber zu meiner Lieblingsmusik zählen. Mit der richtigen Musik sinken Blutdruck und Herzfrequenz, habe ich gelesen. Messen kann ich im Moment leider nicht. Allerdings: Der Typ im Auto neben mir an der Ampel schaut leicht angenervt, als ich die Musik mitträllere und den Beat auf dem Lenkrad klopfe. Schlechte Laune, Kumpel? Also ich hab´ jetzt echt gute Laune!

 

Tipp 4: Spaziergänge und Sport

Das mit dem Spaziergang zur Mittagspause fällt schwer. Der Schreibtisch liegt voll und ich habe Hunger. Sehen wir den kurzen Gang zu Allnatura und zurück mal als Spaziergang. Ich weiß, dass das ausbaufähig ist und dass eine halbe Stunde laufen oder radfahren am Abend noch viel besser wäre. Um es vorwegzunehmen: Das mit dem Sport hat heute nicht geklappt. Ich nehme mir vor, die halbe Stunde Ausdauertraining künftig fest in meinen Tagesplan einzubauen. Vielleicht mit dem Rad zur Arbeit fahren? Morgens eine Runde joggen? Abends einfach auf den Hometrainer steigen – und dabei fernsehen? - Ich arbeite noch daran…

 

Tipp 5: Soziale Kontakte

Wir sind noch immer bei „Tag Eins“ der Tipps gegen den Herbstblues. Und ich beim Punkt 5, soziale Kontakte. Was das heißen soll? Ich zitiere aus einem Online-Artikel: „Plaudern, erzählen, gemeinsam lachen – all das macht sofort und nachhaltig gute Laune und setzt jede Menge Glückshormone frei. […] Positive Menschen in unserem sozialen Umfeld steigern das gefühlte Glück um ganze 15 Prozent.“ Jep. Das ist mein Ding. Heute Abend treffe ich mich mit Freunden. Eine Runde abhängen ist angesagt, und gemeinsamer Spaß in der Kneipe.

 

Tipp 6: Kürzer schlafen

Man soll nicht zu viele Stunden schlafen. Warum, hat sich mir nicht so richtig erschlossen. Außerdem war das heute Morgen nichts mit frühem Aufstehen – wegen der „sozialen Kontakte“ gestern Abend. Wir haben also gelernt, dass die Anti-Herbstblues-Tipps sich bei der Umsetzung durchaus auch mal gegenseitig in die Quere kommen können. Das Thema Schlafverhalten ist ebenfalls ausbaufähig!  

 

Tipp 7: Leuchtende Farben

So, dann haben wir jetzt die Tipps durch, die man quasi als Sofortmaßnahmen starten kann. Dagegen braucht der Tipp, kräftige, leuchtende Farben in den grauen Alltag zu bringen, etwas mehr Anlaufzeit. Die Empfehlungen im Netz gehen dahin, sich mit stimmungsaufhellenden Farben wie Gelb und Orange zu umgeben; sei es, indem man seine Garderobe entsprechend „aufhellt“ oder Deko in die Wohnung bringt oder, oder… Auch ein bunter Obstkorb im Büro wird empfohlen, was ja gleichzeitig den Tipp Nummer 2 mit wertvollen zusätzlichen Vitaminen unterstützen würde.

 

Tipp 8: Angenehme Düfte

Stimmungsstabilisierend sollen auch Düfte sein. Orange und Zitrone wirken anregend, Lavendel beispielsweise soll uns beruhigen. Ja, ich habe doch hier und da schon solche Duftstäbchen in Gläsern stehen sehen. Die gibt es zum Beispiel bei „dm“ um die Ecke und auch im Internet findet man jede Menge Angebote – und Testberichte. Das heißt für mich wie beim Thema Farben demnächst probeschnuppern, kaufen und zuhause oder vielleicht auch im Büro ausprobieren.

 

Achtung Depression

Mir ist der Hinweis sehr wichtig, dass es in diesem Beitrag um Herbstblues beziehungsweise Herbstdepression. Diese saisonal abhängige, sogenannte temporäre Depression hat nichts zu tun mit einer Depression im medizinischen Sinne. Wer meint möglicherweise an einer „echten“ Depression zu leiden, sollte zum Arzt gehen! Denn Wechselduschen & Co. reichen in diesem Fall sicher nicht aus.

 

Sport und Spaß!

Denjenigen von Ihnen, die sich eher „nur depri“ fühlen, wenn die dunkle, kalte Jahreszeit uns umfängt, seien die obigen Tipps wärmstens empfohlen. Denn Herbstblues hin oder her: Morgens unter der Dusche den Kreislauf puschen, sich gesund ernähren, Sport treiben, mit Freunden lachen und gute Musik hören ist doch klasse und kann auf gar keinen Fall schaden. 

 
Viel Spaß und Freude Ihnen allen!

Quelle:
web.de

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