Der echte Saunaliebhaber sauniert natürlich das ganze Jahr über. Doch vor und während der kalten Jahreszeit setzen sich deutlich mehr Menschen zum Schwitzen in die mehr oder weniger feuchte Hitze. Und die Heimsauna erlebt aktuell eine Renaissance. Hier geben wir zehn Tipps zum richtigen Saunieren.

Wussten Sie, dass es in Finnland über zwei Millionen Saunas gibt – und das bei gut fünf Millionen Einwohnern? In Deutschland hat nicht gerade jede Familie eine Sauna, doch die Heimsauna wird wieder beliebter. Waren es im vergangenen Jahrhundert eher die größere Sauna im Keller oder die Gartensauna im Holzhaus, lassen sich immer mehr Baufamilien im Badezimmer eine Privatsauna einbauen.


Sauna für die Gesundheit?

Ob der Saunabesuch wirklich so gesund ist, wie man allgemein glaubt, ist nicht hundertprozentig erwiesen. Doch zumindest in Verbindung mit Sport tut die Sauna echt gut. 
Insbesondere, wenn man dabei ein paar Regeln befolgt, damit der Saunagang beziehungsweise die Saunagänge die gewünschten Wirkungen entfalten. Unter anderem der Deutsche Saunabund e.V. hat einige zusammengestellt.


Tipp 1:

Saunieren unter Zeitdruck macht keinen Sinn, weil dann zumindest der Entspannungsfaktor weg ist. Planen Sie stattessen fürs vollständige Saunavergnügen mindestens zwei Stunden Zeit ein.


Tipp 2:

Wenn man hungrig ist oder ein üppiges Mittagsmahl hinter sich hat, sollte man die Sauna meiden. Sonst droht statt genüsslichem Saunieren körperliches Unwohlsein. Und: Während des Saunabades besser nichts trinken.


Tipp 3:

Vor dem ersten Saunagang steht die äußere Reinigung durch eine gründliche Dusche. Duschen Sie unbedingt gründlich vor dem ersten Saunagang – und trocknen Sie sich danach gut ab. Beides fördert, wie übrigens auch ein warmes Fußbad, das gewünschte Schwitzen.


Tipp 4:

Ideal für einen Saunagang sind acht bis 15 Minuten. Wie lange Sie jeweils genau in der Sauna bleiben, sollte Ihnen Ihr Körper sagen. Denn auch beim Saunieren gibt es solche und solche Tage. Die Stoppuhr sollte also nicht der erste Ratgeber sein.


Tipp 5:

In der Sauna empfiehlt es sich, zu liegen. Wer gerne sitzt sollte die Beine auf der Sitzbank haben. So oder so: Um am Ende den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, setzt man sich die letzten zwei Minuten auf jeden Fall besser aufrecht hin.


Tipp 6:

Nach dem Saunagang heißt es frische Luft schnappen, um Sauerstoff zu tanken und die Atemwege zu klimatisieren. Erst danach geht es dann unter die Schwallbrause oder man nimmt sich den Kneippschlauch, mit dem man den Körper von unten nach oben abkühlt.


Tipp 7:

Idealerweise folgen auf die Abkühlung ein warmes Fußbad und anschließend eine mehr oder weniger lange Ruhepause auf dem Liegestuhl, die sommers im Freien sehr angenehm ist.


Tipp 8:

Drei Saunagänge hintereinander sind absolut ausreichend, weil zusätzlich die Wirkungen des Saunierens nicht weiter steigern.


Tipp 9:

Wichtiger als die Anzahl der Saunagänge ist der regelmäßige Besuch der Sauna. Empfohlen wird, die Sauna ein Mal pro Woche zu besuchen. Und zwar sommers wie winters.


Tipp 10:

Wer Sauna mit Sport verbinden möchte, sollte sich vor und nicht nach der Sauna körperlich betätigen. Und noch ganz wichtig zum Schluss: Menschen mit Bluthochdruck, Herzproblemen und anderen Krankheiten sollten mit dem Arzt sprechen, bevor sie anfangen, in die Sauna zu gehen.


Quellen:
Zum Thema Sauna allgemein: www.saunabund-ev.de
Zum Thema Sauna und Gesundheit: www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-12/sauna-wellness

Bildquelle: 
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