In diesem Beitrag beschäftigen wir uns eingehend mit dem frei geplanten Kundenhaus der Familie Weselski. „Frei geplant“ bedeutet, dass man bei der Hausplanung keinerlei Planungsvorbild hat, sondern sozusagen auf einem weißen Blatt Papier beginnt, sein Haus nach den eigenen, individuellen Vorstellungen und Wünschen zu entwickeln. Was dabei in diesem Fall herausgekommen ist, soll Ihnen, liebe LeserInnen, Inspiration für die eigene Planung bieten.   

Weil die Grundrissgestaltung einen enormen Einfluss auf den Wohnwert eines Hauses hat, wollen wir uns einfach mal voll darauf konzentrieren. Wir starten im Erdgeschoss (siehe Plan unten). Eingang und Diele sind so gestaltet, dass man geradezu in den großzügigen offenen Wohnbereich gelockt wird. Vorbei an der Treppe geht es nämlich geradewegs Richtung Essplatz, und die schöne Sicht hinaus in den Garten macht alles zusätzlich sehr freundlich. Wow! Ich kann mir wirklich gut vorstellen, in so einem Haus zu leben.

 

Funktionale Grundrissplanung

Zumal es ja auch noch die funktionalen Aspekte gibt. Diese wurden bei der Hausplanung ebenfalls berücksichtigt, sodass sich das Haus ausgesprochen alltagspraktisch präsentiert. Der Reihe nach haben wir eine wohlplatzierte Garderobennische, dann den über zehn Quadratmeter großen Hauswirtschaftsraum, der nebenbei genügend Platz für die Haustechnik bietet und eine separate Speisekammer mit Schiebetür in der Küche. Dass von hier aus eine Tür direkt hinaus auf die Terrasse und in den eigenen Kräutergarten führt, ist ebenfalls eine prima Sache!

 

Simplifying statt Kellerstauraum

Bei dem Raumangebot im Erdgeschoss kann man doch leichten Herzens auf einen Keller verzichten. Mal ehrlich: Wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, dass, wenn Raum vorhanden ist, dieser auch genutzt wird. Unser Leitfaden lautet inzwischen: simplify your life! Dabei ist weniger mehr, und es tut wirklich gut, sich von den vielen unnützen Dingen zu trennen, die sich nach und nach so angesammelt haben.

 

Ein Zimmer für die Gäste

Wenn wir dieses Haus bewohnen würden, wäre der Raum fürs „Arbeiten“ als Multifunktionszimmer eingerichtet. Das heißt, es stünde auf jeden Fall ein schönes Klappsofa drin, damit hier bei Bedarf auch Gäste übernachten können. Ein Dusch-WC gibt´s gleich gegenüber ja schon. Denn ein geselliger Abend mit Freunden wird ja umso schöner, wenn danach keiner mehr Autofahren muss. Wie würden wir uns denn vorkommen, wenn wir selber ein gutes Glas Wein trinken und unsere Besucher am Wasserglas nippen?


Der Dachgeschoss-Grundriss

Machen wir uns auf den Weg hinauf ins Dachgeschoss (Grundriss siehe unten). Die Treppe ist von beiden Seiten perfekt ausgeleuchtet. Mehr Tageslicht geht nicht. Und die beiden sogenannten Lufträume vor und hinter der kleinen Empore schaffen ein totales Gefühl von Freiheit. Also da könnte man richtig neidisch werden. Und erst, wenn man den abgeschlossenen Elterntrakt betritt. Wahnsinn, ein Schlafzimmer mit Durchgangsankleide und ein Badezimmer ganz für sich alleine. Da ist reichlich Platz für zwei Waschbecken, eine Wanne oder Dusche sowie als absolutes Highlight fürs entspannte Wohnen zu zweit für eine Inforarotkabine oder Kompaktsauna.

 

Terrasse und Pool

Wenn wir schon am Schwärmen sind, blicken wir doch noch kurz nach draußen. Da fällt auf der einen Seite der durch ein additives Anbauteil witterungsgeschützte Hauseingang ins Auge. Und auf der Gartenseite, natürlich, die Megaterrasse, teils überdacht, samt Pool. Wenn da kein Urlaubsfeeling aufkommt! Wenn wir so wohnen würden, hätte ich nicht mehr die Ausrede, wie weit das Schwimmbad doch weg ist – sodass ich weder morgens noch abends dazu komme, ein paar Gesundheitsbahnen zu schwimmen. ;-)