Ein „politisches Positionspapier“ eines Verbandes. Das hört sich ungefähr so spannend an, wie dem Wachstum eines Grashalms zuzuschauen. Doch langsam: Uns ist so ein Papier auf den Tisch geflattert, das für Bauwillige höchst interessant sein dürfte. Denn in diesem will der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF), dem auch unser Unternehmen angehört, der Berliner Politik Beine machen. Gefordert werden unter anderem die verstärkte Ausweisung von Baugebieten, die Quasi-Abschaffung der Grunderwerbsteuer für Häuslebauer sowie das energiesparende KfW-Effizienzhaus 55 als gesetzlicher Mindeststandard!   

„Bauen mit Holz bedeutet Bauen mit Zukunft“, lautet die Überschrift für die Verbands-Positionen, denn Bauen mit Holz leiste „einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende. Oder anders ausgedrückt: Insbesondere der Bau von Holzfertighäusern wird als „Königsweg“ angesehen, um den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung umzusetzen.

Bauwillige würden profitieren

Was bedeutet dieser Verbandsvorstoß denn nun für Bauinteressenten? Antwort: Das kann einiges bedeuten. Denn sein Ansatz, den Holzhausbau nach vorne zu bringen, verbindet der BDF mit begleitenden Forderungen zugunsten von Bauwilligen. Das betrifft beispielsweise die Themen Baugebietsausweisung, Grunderwerbsteuer und Wertermittlung von Wohngebäuden.

Mehr Bauplätze, weniger Grunderwerbsteuer

„Kommunen müssen verstärkt Bauland für den Wohnungsbau ausweisen“, schreibt der Bundesverband, „und Selbstnutzer bei Zugang zu Grundstücken sowie bei den Kosten für den Grunderwerb privilegieren“. Und: „Die Grunderwerbsteuer muss bei Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum bundesweit auf 3,5 Prozent gesenkt und ein Freibetrag von 400.000 Euro für Eigenheimbesitzer eingeführt werden.“ Und schließlich: „Die Vorgaben zur Beleihungsermittlung müssen […] an die tatsächliche Qualität heutiger holzbasierter Gebäude angepasst werden.“

KfW-Effizienzhaus 55 als Standard

Würden sich die Politiker entsprechend bewegen, würde das alles Bauwilligen helfen, leichter und preiswerter in die eigenen vier Wände zu kommen. Und auch von der weiteren Forderung, den „Energiestandard KfW-Effizienzhaus 55 als Gebäudestandard festzuschreiben“, würden Bauherren profitieren.

Investition zahlt sich aus

Die höhere Investition für ein Effizienzhaus 55 gegenüber einem Standardhaus entsprechend der aktuellen Energieeinsparverordnung zahlt sich sogar doppelt aus. Denn im Moment werden diese Gebäude staatlich gefördert – und langfristig macht sich die Mehrinvestition durch dauerhaft niedrige Energiekosten bezahlt.


Ziel: „KfW-Effizienzhaus 55 Plus“

Interessant auch der Appell des BDF, den neuen Standard „KfW-Effizienzhaus 55 Plus“ einzuführen und bis zum Jahr 2025 finanziell zu fördern. Das Plus stünde – wie beim Effizienzhaus 40 Plus – für die Eigenproduktion von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und dessen hohen Eigenverbrauchsanteil mit Hilfe eines Batteriespeichers plus Lüftungsanlage mit mindesten 80 Prozent Wärmerückgewinnung. Auch hier geht es im Kern darum, beim Hausbau mehr zu investieren, um eine finanzielle Förderung mitzunehmen, dauerhaft Energiekosten zu sparen – und dabei zusätzlich aktiven Klimaschutz zu betreiben.

Bauen mit Zukunft!

Bleibt uns die Schlussbemerkung: Selbstredend bieten wir unseren Baufamilien die Photovoltaikanlage, Batteriestromspeicher und eine Anlage zur Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung schon heute an. Sodass wir die BDF-Aussage, „Bauen mit Holz bedeutet Bauen mit Zukunft“, wie folgt abwandeln können: Bauen mit Bien-Zenker bedeutet Bauen mit Zukunft!


Quellen:
Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

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