Eigentlich wissen wir es ja: Die gute alte Glühbirne ist EU-weit schon längst verboten, letztes Jahr folgte dann das Verbot für Halogenlampen. Zu Recht, wie ich meine! Denn die Alternative, also LED-Beleuchtung, bietet eine Reihe von Vorteilen, angefangen beim besseren Licht bis hin zur Umweltfreundlichkeit – und auf lange Sicht ist LED sogar deutlich billiger!

Klar, den Namen kennen wir alle, viele haben bereits welche, aber viele benutzen sicherlich auch noch Glühbirne und Halogenlampen. Es wird also Zeit, mal näher zu schauen, was „LED“ eigentlich ist und vor allem: Wieso es deutlich besser ist, als die alten Leuchtmittel. Laut Duden.de ist eine LED-Lampe eine „elektrische Lampe mit einer oder mehreren Leuchtdioden“. Wissen wir Bescheid.

 

Darum sind LED-Lampen die besseren!

LED-Lampen haben gegenüber ihren Vorgängern echte Vorteile:
 

Robustheit

Nicht nur sind sie in der Regel kleiner und hübscher im Aussehen, sie sind auch viel robuster. Somit ist es klasse, dass sie im Haus als auch am Haus zum Einsatz kommen können! Sie können also jeden Raum in Haus oder Wohnung, aber auch Garten, Auffahrt, Balkon oder Haustür zum Strahlen bringen. Zum Beispiel als Terrassenbeleuchtung erzeugen sie eine sehr gemütliche Atmosphäre.


Umweltfreundlichkeit

Außerdem haben LED-Lampen eine hohe Schaltfestigkeit, wodurch man vermeidet, dass man oft geschaltete Lampen häufig wechseln muss. Besonders zu betonen ist die Umweltfreundlichkeit der LED-Lampen im Vergleich zu ihren Vorgängern. Zwar ist ihre Herstellung aufwendiger, aber ihr deutlich geringerer Stromverbrauch führt zu einer viel besseren Ökobilanz. Die LEDs verbrauchen 80 bis 90 Prozent (!!!) weniger Strom als andere Leuchtmittel und sind somit wesentlich sparsamer im Energieverbrauch.

Hohe Lebensdauer

LED-Lampen haben eine hohe Leuchtdauer, auch Degradation genannt; im Schnitt beträgt diese zwischen 15.000 bis 50.000 Stunden, sie leuchten also bis zu 22 Jahre! Und selbst dann ist noch nicht gesagt, dass die Lampen kaputt gehen, sondern lediglich im Laufe der Zeit an Helligkeit verlieren. LEDs besitzen nämlich keine Verschleißteile wie ein Vorschaltgerät oder Glühfäden. LED-Lampen zeichnen sich zudem durch eine gleichbleibende Helligkeit und eine konstante Farbwiedergabe aus.

Kosten sparen

Unter’m Strich kann man also sagen, dass LED-Lampen auf lange Sicht viel billiger sind als die gute alte Glühbirne. Durch ihre Langlebigkeit und ihren geringen Energieverbrauch ist der höhere Kaufpreis meist schon nach einem Jahr ausgeglichen.

 

Spätestens jetzt versteht sich von selbst, wieso der Einsatz von Glühbirnen und Halogenleuchten in der EU verboten wird. Daher ist klar, dass Sie im Neubau auf jeden Fall von Anfang an LED zur Beleuchtung verwenden sollten. Falls Sie nicht vorhaben in nächster Zeit umzuziehen und noch die alten Beleuchtungsmethoden nutzen, ist ein Umstieg auf LED sehr empfehlenswert. Einfach die Leuchtmittel wechseln, die Umstellung bei den meisten Geräten ist sehr simpel, oder neue Lampen kaufen!

 

Farbwiedergabe und Helligkeit bei LEDs

Was bei LED-Beleuchtung völlig neu ist: der Begriff „Farbtemperatur“. Alternativ wird auch von „Lichtfarbe“ gesprochen. Die Temperatureinheit wird in Kelvin gemessen und misst, wie warm oder kalt eine Lampe ist. Je niedriger die Zahl, desto rötlicher das Licht, je höher, desto weiß-blauer. Das Licht einer Kerze beträgt etwa 1.500 Kelvin, eine klassische 60-Watt-Glühbirne hat eine Farbtemperatur von circa 2.700 Kelvin, damit erzeugt sie ein warmes, homogenes Lichtbild, genau richtig für die meisten Wohnräume.

Die Helligkeit der Beleuchtung wiederum wird in „Lumen“ ausgedrückt. Da wir Watt gewohnt sind, ist es hilfreich Lumen in Watt umzurechnen, um uns zurechtzufinden. So entsprechen 100 Watt 1.380 Lumen. Um nicht zu physikalisch zu werden, konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf die Helligkeit. Diese ist ein wichtiges Kriterium bei Umrüstung auf LEDs. Hier müssen Sie schauen, welche Sie am angenehmsten empfinden. Denn verschiedene Räume benötigen unterschiedliches Licht.

 

So rücken Sie Ihr Zuhause ins richtige Licht!

Abschließend noch ein paar praktische Tipps, wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung ins rechte Licht rücken, sprich, welche Lichtstärke am passendsten ist.

  • Diele: Hier empfiehlt sich eine Helligkeit von 100 bis 150 Lumen pro Quadratmeter.
  • Küche: Damit man reichlich Licht zum Kochen hat, sollte die Küche stärker als der restliche Wohnbereich beleuchtet sein. Hier empfiehlt sich eine Lichtstärke von 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter.
  • Wohnzimmer: Im Wohnzimmer wie auch in jedem anderen Wohnraum ist eine Helligkeit von circa 100 Lumen pro Quadratmeter am besten. Praktisch ist es, neben einer Grundbeleuchtung weitere Lichtquellen wie einen Deckenfluter oder beleuchtete Schränke zu installieren, um flexibel, ganz nach Lust und Laune, die Helligkeit bestimmen zu können.
  • Esszimmer: Eine am besten direkt über dem Tisch eingebaute Leuchte sorgt mit etwa 100 Lumen pro Quadratmeter für ein wohl ausgeleuchtetes Mahl.
  • Schlafzimmer und Kinderzimmer: Auch hier sind 100 Lumen pro Quadratmeter ideal.
  • Arbeitszimmer: Um sich optimal konzentrieren zu können, empfiehlt sich hier ebenfalls eine Lichtstärke von 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter, idealerweise gepaart mit einer hohen Farbtemperatur.
  • Badezimmer: Im Bad sorgt am besten eine Kombi aus Deckenleuchte und beleuchtetem Spiegel mit ebenfalls 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter dafür, dass Ihren Schönheitsritualen nichts mehr im Weg steht. Und für ein entspanntes Bad dürfen natürlich schöne Kerzen nicht fehlen. 

 

Also, lassen Sie sich erleuchten!


Quellen:
Duden.de
Ec.europa.eu
Lampe.de
LEDTipps.net
Nrz.de
Test.de/LED-Lampen
Wissensmagazine.com

Bildquelle: istock.com | eugenesergeev