The Final Countdown! In etwa drei Stunden rollt der Ball erstmals bei der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Die Paarung lautet Gastgeber Russland gegen den Fußballzwerg Saudi Arabien. Und wir haben uns so unsere Gedanken rund um die Fußball WM gemacht. Zum Beispiel haben wir Deutschen ja saumäßiges Glück mit der Vorrunde. Allerdings stellt sich auch die Frage, wie wir vier Wochen lang unserer geregelten Arbeit nachgehen können, wenn in der Zeit 64 Fußballspiele live übertragen werden.

Zu unserem Dusel, die Vorrunde betreffend: Die meisten meinen ja, dass unsere Gegner Mexiko, Schweden und Südkorea ja nicht gerade echte Stolpersteine werden sollten. Mir geht es um etwas ganz anderes. Das erste Spiel gegen das Scheich-Team steigt kommenden Sonntag. Gegen die Nordmannen geht´s am Samstag darauf. Und gegen die asiatischen Ballkünstler, die früher chuk-gu statt echten Fußball gespielt haben, müssen Jogis Jungs übernächste Woche Mittwoch ran.

 

Blick ins fußballerische Nirwana

Was das für uns bedeutet? Na, wir können die ersten beiden Deutschlandspiele am Wochenende gucken! Erst am Mittwoch dann, wird´s etwas eng zwischen WM-Spielplan und Feierabend. Denn das Mittwochspiel wird bereits um 17 Uhr angepfiffen. Das reicht zwar der Frühschicht, aber wer eight to five arbeitet, bis 19 Uhr hinter der Ladentheke steht oder gar Spätschicht hat, guckt in die Röhre; nicht in seinen alten Röhrenfernseher, nicht in seinen Mega-Flachbildschirm, sondern ins fußballerische Nirwana! Einzige Rettung: Das Smartphone. Wenn´s der Chef denn erlaubt.

 

WM 2018 = 64 Fußballspiele

So kommen wir in der Vorrunde also relativ glimpflich davon. ABER! Es soll ja echte XXL-Fußball-Junkies geben, die sich alle 64 Spiele reinziehen möchten. So viele Spiele gibt es bei einer Weltmeisterschaft, an der 32 Nationen beziehungsweise Nationalmannschaften teilnehmen. Wie machen die das bloß? Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das bei den Fußballweltmeisterschaften ab 2026 werden wird. FIFA-Chef Infantino hat im vergangenen Jahr ja angezettelt, dass dann jeweils 48 Mannschaften beim Turnier um den WM-Thron kämpfen sollen.

 

Grillen um des Fußballs willen

Wie auch immer. Gemeinsam mit den meisten Deutschen werden auch wir uns zumindest während der Deutschland-Spiele bei der WM beim Public Viewing austoben. Die einzige Alternative, die es geben kann, ist die Grillsession mit Freunden. Stellt sich die Frage, ob Kurt, Karli oder Sven das mit dem Beamer und der Leinwand im Garten wirklich gebacken bekommen. Ihre Frauen haben nämlich schon mal WM-prophylaktisch getobt, als es darum ging, Fernseher für die Spiele auf die Terrasse zu schaffen. Was für Frauen sind das denn, die parallel fernsehen und ihre Männer mit dem ganzen Nervenstress alleine lassen, wenn es UM ALLES geht?

 

Beschäftigen Sie sich doch mit Hausbau

Ja, vier Wochen Dauer-Fußball können auch Freundschaften und Ehen auf die ganz harte Probe stellen. Wir hätten da eine Idee: Sollen die Freundinnen und Ehefrauen sich während der Fußballspiele, den Siegesfeiern oder dem kollegialen Niederlagenblues der ihrer Männer doch einer anderen spannenden Beschäftigung widmen. Dem Hausbau nämlich. So können sie ungestört auf Firmenwebsites – beispielsweise bei uns - Traumhäuser durchscrollen, auf dem Sofa gemütlich Häuserkataloge wälzen (die gibt es hier. Oder Sie besuchen Musterhäuser (von Bien-Zenker).

 

Vom Sommermärchen zur Torwartfrage

Falls wir den Damen der Schöpfung jetzt zu nahe getreten sein sollten, weil wir sie per se als Fußballmuffelinnen dargestellt haben: ENTSCHULDIGUNG!! Natürlich wissen auch wir spätestens seit dem deutschen Sommermärchen bei der Fußball-WM 2006, dass nicht nur Männer von der nationalen Hysterie ergriffen wurden. Eine gute Freundin erklärte sich damals flugs zur Fußballexpertin und stellte plötzlich tiefschürfende Fragen wie diese: „Tut sich der Torwart denn nicht weh, wenn er beim Hechten nach dem Ball dauernd auf den Boden knallt?“ In der Tat. Diese Frage hatten wir Jungs uns noch nie gestellt.

 

Schreien für Deutschland

Damit Sie vor lauter Blog-Lesen nicht das „Vorgeplänkel“ zum 17-Uhr-Spiel gegen die Mexikaner verpassen, soll´s jetzt auch genug sein mit unseren Gedanken zur WM 2018. Lassen Sie sich anstecken von dem kollektiven WM-Fieber, das die Mehrheit der Deutschen erfasst. Männer wie Frauen, Omas, Opas, Jungs, Mädchen, alle. Drücken wir DER MANNSCHAFT kräftig die Daumen, und hoffen wir, dass in Russland alles friedlich bleibt. Um dann gemeinsam am 15. Juli unsere Jungs zum Triumph zu schreien. Dass die unser Geschrei vorm Fernseher oder der Leinwand in Moskau gar nicht hören? Egal. Es wird ein arbeitsfreier Sonntag sein, und wir machen Party. Als gäb´s kein Morgen. Als gäbe es keinen Montag, an dem alles wieder vorbei sein wird.

 

Bildquelle: istock.com | Dmytro Aksonov