Peter Bohlen, Geschäftsführer der Wiesbadener Studiengemeinschaft für Fertigbau e.V. ist sich sicher: „Betonfertiggaragen sind […] die Garagen der Zukunft!“ Da geben wir ihm Recht, denn parallel zum Fertighaus-Trend, steigt auch der Trend zu Fertiggaragen.

In der Regel differenziert man zwischen einer Betongarage und einer Stahlgarage. Sie unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch in ihrer Haltbarkeit, welche zwischen 20-40 Jahren variiert, wobei eine Stahlgarage durchaus langlebiger ist als eine Betongarage. Beide bieten dennoch eine ausgesprochen günstige Möglichkeit, Ihr Auto zuverlässig vor Wettereinflüssen zu schützen. Somit ist es dank der Bauweise vor Schnee, Regen, Hagel und starker Sonneneinstrahlung bestens geschützt.

Wer sich also eine Fertiggarage anschaffen möchte, kann von zahlreichen Vorteilen profitieren: Im Winter muss man zum Beispiel kein Eis von den Scheiben kratzen, sondern kann jederzeit sofort losfahren. Auch lästiger Dreck am Auto durch Blütenstaub und Baumharz, Vogelkot oder Ähnliches gehören mit einer Fertiggarage der Vergangenheit an. Um die Garage richtig zu „lüften“, werden zudem integrierte Lüftungsschlitze eingebaut, die bei normalen Bedingungen die Luftfeuchte innerhalb der Garage regeln. Im Vergleich zur gemauerten Garage sind Fertiggaragen natürlich deutlich preisgünstiger. Auch der Aufbau geschieht in wenigen Stunden, was man vom Bau einer gemauerten Garage nicht behaupten kann. Hinzu kommt, dass Fertiggaragen ziemlich leicht ab- oder umgebaut werden können. Im Falle eines Umzuges oder einer Hauserweiterung, ist das Verschieben einer gemauerten Garage gar nicht durchführbar, ohne die Garage zu zerstören, während das Verschieben von Fertiggaragen ein Kinderspiel ist!


Die verschiedenen Geschmäcker

Heutzutage sind Fertiggaragen in vielen Varianten und aus verschiedenen Materialien erhältlich, und sind vor allem dank der Vorfertigung im Werk in wenigen Augenblicken auf dem Grundstück platziert. Es gibt sie in allen möglichen Variationen auch mit längs und quer aufgesetztem Sattel- oder Walmdach, mit Türen und Fenstern, Dachüberstand, integriertem Carport und vielem mehr. Entweder stellt man sie neben das Haus, oder integriert sie ins Gesamtgebäude unter einem abgeschleppten Hausdach. Wie Bohlen auffällt „Bauherren, die sich zunächst hauptsächlich aus Zeit- und Kostengründen für eine Fertiggarage interessieren, sind häufig überrascht, wie viele gestalterische Möglichkeiten sich bieten.“ Neben der Optik sind somit auch die Funktionalität und die Qualität nebst Preis die wesentlichen Kriterien für den Garagenkauf. Je nach Geschmack des Besitzers, variieren natürlich auch die Garagentypen. Von minimalistisch, modern, bis hin zu klassisch. Alles ganz allein eine Typfrage!

Die klassische Garage ist ein absolutes Multitalent. Hier wird nicht nur das Auto untergestellt, sondern viele weitere Gebrauchsgegenstände aus dem ganzen Haus, die hier ihren Stauraum finden. Denn eine Garage ist im klassischen Sinne ein multifunktionaler Raum, der seinen Nutzen findet, falls Dinge im Haus aus Platzgründen nicht mehr untergebracht werden können.
Wer es lieber modern mag, setzt in Sachen Garage natürlich auf einen sehr minimalistischen Stil. Die meisten entscheiden sich dann für den elektrischen Antrieb des Garagentores, welches sich per Tastendruck kinderleicht vom Auto aus öffnen lässt, was für jeden Hausbesitzer ein Traum ist.


Nutzung und Planung

Prinzipiell sollte beim Bau einer Fertiggarage vorher stets die zukünftige Nutzung besprochen werden: Soll die Garage lediglich als Abstellraum für das Auto genutzt werden? Oder soll zusätzlich Stauraum für den Essenvorrat geschaffen werden? Wie hoch ist der Garagengrundpreis? Welche Qualitätsmerksmale hat die Garage? – Ist es zum Beispiel ein Holz- oder Metalltor, Betonoptik oder vollflächige Holz-Fassade? Auf Design legen die meisten Anbieter in der Regel großen Wert.  

Wichtiges Thema sind natürlich, last but not least, die Kosten. Um welche Aufschläge handelt es sich, falls Extras wie ein elektrischer Torantrieb, eine Zusatztür, Fenster und Dachbegrünung noch hinzukommen? Für einen intensiven Angebotsvergleich listet man sich also am besten zunächst all das auf, was an der Garage drin und dran sein soll. Erst dann sollte man sich an die einzelnen Anbieter wenden, um ein vollständiges schriftliches Angebot auf dieser Grundlage zu erhalten.

In den meisten Fällen werden Garagen zusammen mit dem Hausbau geplant und auch genehmigt. Ansonsten muss im Falle einer nachträglichen Aufstellung ein Freier Architekt oder gegebenfalls auch der Anbieter mit der Ausarbeitung eines Bauantrags beauftragt werden. Damit also das Garagen-Modell genau nach Wunsch zusammengestellt wird, ist es der einfachste Weg, sich mit einem Experten in Verbindung zu setzen und alle Details zu besprechen. Je mehr der Anbieter demnach über das Bauvorhaben weiß, desto maßgeschneiderter erhalten Sie das Angebot.


Quellen:

garagenlupe.de
homify.de
fertiggarageninfo.de

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