Tomate-Minze, Karotte-Curry oder Brokkoli-Koriander. An was würden Sie denken, wenn Sie all diese Begriffe hören? Ganz klar: An ein leckeres Abendessen. Keiner würde an einen Tee denken. Wer aber heutzutage durch den Supermarkt schlendert, bemerkt schnell, dass es nicht mehr der klassische Schwarz- oder Grüntee ist, der die teils meterlangen Regale befüllt. Es wird immer ausgefallener, immer kurioser, vor allem auch sehr merkwürdig. Aber wo kommt denn unser Tee her und warum hat sich alles in eine so verrückte Richtung entwickelt?

 
Die Ursprünge

Schon lange bevor die Europäer nach Asien gelangten, wurde der Tee dort im alten China und in den umliegenden Ländern angebaut und verarbeitet. Man unterschied ursprünglich zwischen dem Assamtee, aus dem Schwarzer Tee, und dem Chinatee, aus dem Grüner Tee gewonnen wird. Alle heutigen Teesorten stammen von diesen beiden Urformen ab. So auch der Strawberry Cheesecake Tee, in dem natürlich kein wirklicher Käsekuchen enthalten ist. Forscher gehen davon aus, dass die Chinesen die Teepflanze 2000 v. Chr. entdeckt haben. Und selbst zu dieser Zeit wurde der Tee mit verschiedenen Aromen verfeinert. Sehr beliebt waren fruchtige Aromen, wie der Geschmack einer Orange. Auch Kräuter, die eine heilende Wirkung haben, wurden oft dem Tee beigemischt. Haben die Chinesen also bereits dafür gesorgt, dass wir eine Reizüberflutung bekommen, wenn wir nur an den Einkauf des Tees denken? Ist das der Ursprung, unseres so geliebten Peach Panna Cotta Tees?

 

Eine Pflanze, viele Kulturen

Sie merken schon, ein großer Freund von zu viel Auswahl bin ich wahrlich nicht. Vor allem, wenn diese unsinniger erscheint, als mit dem Cabrio durch ein Schneegestöber zu fahren. Nichtsdestotrotz hat Tee auch einen kulturellen Hintergrund. Einen Hintergrund, der ganze Bevölkerungsgruppen geprägt hat. Denn Tee wird nicht nur getrunken, wenn einem kalt ist, oder ich meinen Durst nach Blueberry Muffin stillen will. Hier geht es auch um Lebensgefühl, Genuss und Tradition. Außerdem kann Tee auch eine gesellschaftliche Komponente haben. Wenn wir nach Japan schauen, gibt es beispielsweise bestimmte Gegenstände, die ausschließlich zur Zubereitung und zum Servieren des Tees gedacht sind. Es wird zwischen drei Schulen und vier Arten der Teezeremonie unterschieden. Für jedes erdenkliche Detail gibt es Regeln, die zu befolgen sind: Von der zu tragenden Kleidung über die zu reichende Mahlzeit bis hin zum Blumenarrangement ist alles vorgeschrieben. Der Tee wird generell in einem ruhig gelegenen und schlicht eingerichteten Teehaus eingenommen, das ebenfalls nach strikten Vorgaben errichtet wird.

Es muss aber keine bestimmte Zeremonie sein, weswegen Tee sich in bestimmten Kreisen als Getränk etabliert hat. Wenn wir mal in den Norden unserer Republik schauen, nämlich nach Ostfriesland (Link „Trendgetränk Tee“), finden wir heraus, dass es einzig und allein am Geschmack liegt. Man versuchte mit Teeblättern dem schlechten Geschmack des Brunnenwassers entgegenzuwirken. Das moorige und torfhaltige Brackwasser wurde durch ein paar Teeblätter genießbarer. Auch wenn das heutzutage natürlich nicht mehr der Fall ist, wollen die Ostfriesen ihren Tee nicht missen. Sie sind übrigens auch Weltmeister im Teetrinken - Noch vor Irland (242l) und Kuwait (296l) trinken die Bewohner ganze 300 Liter Tee pro Jahr und Kopf.

 

Zurück zu den Anfängen

Während ich in meinem veganen Sessel sitze und meinen Caramel-Apple Pie Tee aus einem pflanzlichen Biobecher trinke kommt mir ein Gedanke: „Wir müssen zurück zu den Anfängen!“. „Früher war alles besser.“, eine Aussage die natürlich sehr diskutabel ist, in meinen Augen aber seine Richtigkeit hat. Ich denke, wir sollten uns öfters auf das Wesentliche besinnen. Verschiedene Variationen sind natürlich vollkommen richtig. Sie sorgen für die nötige Abwechslung und stärken unsere Sinne. Aber wenn wir ehrlich sind, was hat der Lemon Cake Tee noch mit Tee zu tun? Es ist ein heiß aufgebrühtes Getränk mit künstlich zugesetzten Geschmacksstoffen. Aber kein Tee! Wir sind dabei, ein Getränk zu verlieren, das sich in den letzten 4000 Jahren in unserer Gesellschaft etabliert hat. Ein Getränk, das schon immer vorzüglich geschmeckt hat, gut für den menschlichen Körper ist, aber auch Kulturen geprägt hat, die um den Fortbestand dieser Traditionen kämpfen! Ich will all diese Sorten nicht aus dem Teeregal verbannen, aber zum Nachdenken anregen, was wir verlieren könnten.

 

Teegenuss mit Temial

Unser Partner Temial von Vorwerk hat eine Weltneuheit auf den Markt gebracht: Das Temial-Teegerät. Hierbei trifft Tradition auf Innovation. Mit diesem speziellen Teegerät erfindet Vorwerk die Teekultur völlig neu. Das Motto „Gemacht, wie seit 2.000 Jahren gedacht“ zeigt, dass hierbei die Wertschätzung der jahrtausendealten Teekultur im Vordergrund steht.

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Quelle:
naturideen.de
helles-koepfchen.de
strongg.com
teepod.de

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